Patientenverfügung erstellen

Eine Patientenverfügung legt fest, welche medizinischen Behandlungen du willst und welche nicht – für den Fall, dass du dich selbst nicht mehr äußern kannst. So setzt du sie rechtssicher auf, ohne Jurist und ohne 40-seitiges Formular.

Was ist eine Patientenverfügung?

Mit einer Patientenverfügung bestimmst du im Voraus, wie du medizinisch behandelt werden möchtest, wenn du selbst nicht mehr entscheiden kannst – etwa nach einem Unfall, im Koma oder bei fortgeschrittener Demenz. Ärztinnen und Ärzte sind an eine wirksame Patientenverfügung gebunden. Sie nimmt deinen Angehörigen die Last, in einer Ausnahmesituation raten zu müssen, was du gewollt hättest.

Die rechtliche Grundlage steht in § 1827 BGB (früher § 1901a). Eine Patientenverfügung ist nur gültig, wenn du sie im einwilligungsfähigen Zustand und schriftlich verfasst hast.

Was muss in eine Patientenverfügung hinein?

Damit deine Patientenverfügung im Ernstfall greift, muss sie konkret sein. Pauschale Sätze wie „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ reichen oft nicht. Diese Punkte gehören hinein:

  • Deine Person: Name, Geburtsdatum, Anschrift.
  • Konkrete Behandlungssituationen: z. B. Sterbeprozess, schwere Hirnschädigung, fortgeschrittene Demenz.
  • Deine Entscheidung je Situation: welche Maßnahmen du willst (z. B. künstliche Ernährung, Beatmung, Wiederbelebung) und welche nicht.
  • Wünsche zur Schmerzbehandlung und zu Ort und Begleitung (z. B. Sterben zu Hause, Seelsorge).
  • Datum und eigenhändige Unterschrift.

Die Vorlagen in OVE orientieren sich an den Textbausteinen und Empfehlungen des Bundesministeriums der Justiz. Du beantwortest pro Situation eine klare Frage – den juristisch sauberen Satz formuliert die App daraus.

Patientenverfügung erstellen: in vier Schritten

  1. Situation klären. Du beantwortest ein paar Fragen zu deiner Lebenssituation. Daraus baut OVE deinen Plan.
  2. Schritt für Schritt entscheiden. Eine Frage am Tag, rund 15 Minuten. Du legst für jede Behandlungssituation fest, was du willst.
  3. Dokument prüfen. Am Ende hast du eine vollständige Patientenverfügung in klarer, rechtssicherer Sprache.
  4. Drucken und unterschreiben. Du exportierst das PDF, druckst es aus und unterschreibst es eigenhändig. Damit ist es rechtskräftig.

Muss eine Patientenverfügung notariell beglaubigt werden?

Nein. Eine Patientenverfügung muss weder notariell beglaubigt noch ärztlich gegengezeichnet werden. Es genügt die Schriftform mit deiner eigenhändigen Unterschrift. Sinnvoll ist es allerdings, deine Werte und Behandlungswünsche einmal mit deinem Hausarzt zu besprechen – und die Verfügung dort zu hinterlegen, wo Angehörige sie im Ernstfall finden.

Wie bleibt die Patientenverfügung gültig?

Eine Patientenverfügung läuft nicht ab und muss nicht regelmäßig erneuert werden. Empfehlenswert ist trotzdem, sie alle ein bis zwei Jahre durchzusehen und mit Datum und Unterschrift zu bestätigen – das zeigt im Zweifel, dass sie noch deinem aktuellen Willen entspricht. Ändert sich deine Lebenssituation grundlegend, solltest du sie anpassen.

So macht OVE das einfacher.

  • Eine Frage nach der anderen, in normaler Sprache – kein 40-seitiges PDF.
  • 15 Minuten am Tag. Die ersten Schritte sind kostenlos.
  • Vorlagen orientiert am Bundesjustizministerium. Daten bleiben auf deinem Gerät.
Im App Store laden Android folgt in Kürze

Häufige Fragen zur Patientenverfügung

Brauche ich für eine Patientenverfügung einen Anwalt?

Nein. Du kannst eine Patientenverfügung selbst erstellen, solange sie schriftlich, konkret und eigenhändig unterschrieben ist. OVE führt dich Schritt für Schritt durch die nötigen Entscheidungen.

Ab welchem Alter ist eine Patientenverfügung sinnvoll?

Verfassen kann sie jede volljährige, einwilligungsfähige Person. Sinnvoll ist sie in jedem Alter – ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann jeden treffen, nicht nur ältere Menschen.

Was kostet es, mit OVE eine Patientenverfügung zu erstellen?

9,99 € pro Dokument, einmalig. Die ersten Schritte sind kostenlos – du siehst erst, wie es funktioniert, bevor du dich entscheidest.

Wo bewahre ich die Patientenverfügung auf?

An einem Ort, den deine Angehörigen kennen und im Ernstfall schnell finden. Trag am besten auf einer Notfallkarte im Geldbeutel ein, wo das Dokument liegt und wer bevollmächtigt ist.